RALLYCROSS IST... ...die spektakulärste Motorsportart auf vier Rädern. Atemberaubend, blitzschnell und mitreißend.

Das Beste aus Rallye und Tourenwagenrennen findet im Rallycross die perfekte Mischung. Das heißt Aktion pur auf Schotter und Asphalt! Positionskämpfe und Driftwinkel in einer besonderen Stadionatmosphäre. Keine langweiligen Dauerrennen, alle fünf Minuten ein neues Sprintrennen mit bis zu acht Fahrzeugen gleichzeitig.  (8 Fahrzeuge im Freien Training, max. 5 im Vorlauf und 6 Fahrzeuge im Finale)
Rallycross verspricht ebenso ein packendes Wettkampfwochenende für den Enthusiasten als auch kurzweilige Unterhaltung und medienfreundliche Präsentation.

Die spektakulären und schnellen Rennen dauern ungefähr drei Minuten und finden in den Finalläufen ihren Höhepunkt.
Hier geht es um die begehrten Punkte für die Meisterschaft, und die Teilnehmer holen noch einmal das Letzte
aus sich und ihren Fahrzeugen heraus.

   

 

RENNABLAUF

Rallycross-Rennen sind mit einer Distanz zwischen 3000 und 8000 m relativ kurz. Da die meisten Strecken etwa 1000 m lang sind, gehen die Sprints über drei bis acht Runden. Auf einigen Rallycross-Strecken wird seit einiger Zeit auch eine sogenannte Joker Lap ausgefahren. Dabei muss jeder Fahrer einmal pro Rennen einer mindestens 2 Sekunden langsameren Alternativroute folgen, darf aber selbst entscheiden, in welcher Runde. Nach der technischen Abnahme der Fahrzeuge dürfen ihre Fahrer am freien Training teilnehmen, anschließend geht es ins Pflichttraining. Abschließend stehen drei Qualifikationsläufe auf dem Programm.
In diesen Vorläufen müssen die Teilnehmer mindestens zweimal das Ziel erreichen und dabei zwei schnelle Zeiten vorlegen, um sich für die abschließenden Finalrennen zu qualifizieren. Nur die 20 besten Fahrer jeder Division (Fahrzeugkategorie) dürfen jeweils im D-, C-, B- oder A-Finale erneut antreten. Während in den Vorläufen drei, vier oder fünf Piloten von einer gemeinsamen Linie aus starten, erfolgt der Start der sechs Teilnehmer in den Finalrennen aus drei jeweils versetzt hintereinander aufgestellten Startreihen. Die beiden Erstplatzierten des D-Finales sind automatisch als letzte Starter für das C-Finale zugelassen, der Sieger des C-Finales steigt in das B-Finale auf und der Gewinner des B-Finales qualifiziert sich in gleicher Weise für den letzten Startplatz des A-Final-Grids.
In den Finals sind die gefahrenen Zeiten nicht mehr entscheidend, sondern nur noch die Platzierung, also die endgültige Reihenfolge der 20 Besten des Wettbewerbs. Da sich der Gesamtsieger der betreffenden Division erst im jeweils letzten Rennen des Tages ermitteln lässt, wird die Spannung kontinuierlich gesteigert und es kommt am Ende des Rennwochenendes zum Showdown. Die Top-Autos der FIA Rallycross-EM, die RX-Specials, sind Prototypen die optisch weitgehend den World Rally Cars ähneln, verfügen mit gut 550 PS jedoch über eine weitaus höhere Motorleistung als der WRC-Nominalwert von 300 PS. Wie bei vielen Sprint-Wettbewerben ist ein guter Start eminent wichtig, da der Starter, der als Erster die erste Kurve erreicht, sich die bestmögliche Ausgangsposition für den erhofften Gesamtsieg sichert. Die allradgetriebenen Rennwagen erreichen dank sehr kurzen Getriebeübersetzungen und extrem weichen Reifenmischungen, die hohe Traktionswerte garantieren, die 100-km/h-Marke in 2 bis 2,5 Sekunden.

 

   


FAHRZEUGKATEGORIEN

Division 1/SuperCars: Tourenwagen, die in den Gruppen A und ST (für Supertouring) homologiert sind (das Hubraum-Maximum für Benzinmotoren mit Turboladern ist 2058 cm³ )
Division 1A/Super1600: Tourenwagen mit Frontantrieb, die in den Gruppen A und ST homologiert sind und deren Motoren über maximal 1600 cm³ Hubraum verfügen
Division 2/TouringCars: Tourenwagen mit Heckantrieb. Die betreffenden Fahrzeuge dürfen einzig Saugmotoren mit maximal 2000 cm³ Hubraum haben und müssen nötigenfalls von Frontantrieb auf Heckantrieb umgerüstet werden. Dies trifft für die meisten Marken und Modelle (eine Ausnahme stellen beispielsweise Autos von BMW oder der Mazda RX-8 dar) zu.